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13.09.2012, 11:10

DayZ Blog: Urlaub auf dem Community-Hive #10

DayZ Blog: Urlaub auf dem Community-Hive #10

Author: Groath

Mir ist schwindelig, schlecht und mein Kopf schmerzt.

Ich hatte mir mein Nachtlager unter eine Tanne gesetzt, damit ich den Nächtlichen Regen nicht abbekomme und geschützt bin vor Raubtieren. Als ich aufstand, schlug ich mir nur leider meinen Kopf an einem dicken Ast an. Wow, tut das weh, ich habe fast das Gefühl, dass mein Schädel gebrochen ist. Aber wird schon nicht so sein, immerhin fühlt er sich noch hart an. Auch wenn sich herausstellte, dass ich mir etwas doller wehgetan hatte als zuvor erwartet.

Alle Sachen zusammengepackt, eine letzte gabel Nudeln gegessen, die Dose in die Ecke geworfen - ein Glück, dass Dosen hier bakteriell in Erde zerlegt werden - und auf ging es den Berg herunter. Ich musste aufpassen, dass ich nicht stolperte, es war ganz schön steinig. Ich weiß nicht wieso, aber ich merkte erst nach einer halben Stunde, dass ich wieder in Richtung Strand ging. Der Ast hatte mir doch etwas mehr zu schaffen gemacht, als gedacht. An einem kleinen Abhang verlor ich das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Sah sicher lustig aus, fühlte sich aber ganz und gar nicht nicht lustig an. Ich weiß nicht, wie lange ich dort lag, weil ich keine Uhr habe. Ich wäre dort sicher zugrunde gegangen, wenn ich nicht durch eine Fügung des Schicksals von Bernd geweckt wurde. Jedenfalls sagte er mir, dass er Bernd hieß. Ich denke bis heute, dass er eigentlich eine Frau war. Bernd leckte mir mein Gesicht und sagte - welch Wunde - dass es sehr lustig aussah, wie ich den Berg herunterkullerte.

Er betrachtete mich eine lange Weile, weil er sich nicht sicher war, ob er mir vertrauen könnte. Bisher hatte er keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Wir redeten über seine bisherigen vergossenen Lieben, über seinen Beruf im Rodeo, seine Liebe zur abstrakten Kunst - er hatte sogar seinen Körper tätowieren lassen - und natürlich seinen Weg des Buddha. Er war sehr religiös, sah mich als eine Art Gefährten, für den er da sein musste. Er glaubte sogar an Schicksal. Wir wanderten etwas über den Strand, er zeigte mir die schönen Seiten dieses Landes, erzählte mir etwas über den alten Leuchtturm, darüber, wo Studenten öfter ihre Fahrräder abstellten, er sagte, dass hier alles jedem gehöre und was auf dem Boden liegt, könne ich mir auch nehmen. Ich mochte Bernd sehr gerne. Endlich hatte ich einen wahren Freund gefunden.

Wenn da nur nicht diese Kopfschmerzen wären... Ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren, verlor ihn verwunderlicherweise ab und zu aus den Augen. Wir kamen an einen größen Steg, er war menschenleer. Dahinter war eine große Halle, in der es des öfteren Konzerte geben soll. Diese Location werde ich mir sicher merken! Nichts geht über Rock'n'Roll! Wir liefen weiter in Richtung einer größeren Stadt. Bernd erzählte mir, dass er dort einst mit einem Kampfhubschrauber rüberflog. Damals, als noch Krieg herrschte. Inzwischen hätte sich die Lage beruhigt und die Anwohner würden ihren normalen Geschäften nachgehen. Er verlor auf einer Mission mehrere Kameraden und litt noch heute darunter. Das ging mir sehr nah und wie der zufall es wollte war heute der Jahrestag dieser gescheiterten Mission. In Gedenken an die Gefallenen salutierten wir gen Meer. Mögen sie auf ewig Ruhe finden. Ein foto durfte natürlich nicht fehlen. Da konnte ich auch gleich meine neuen Rotoren ausprobieren. Sie funktionieren wunderbar! Einige Meter weiter sah ich ein paar Leute auf Bernd zurennen, sie schienen ihn zu kennen. Voller Euphorie schrien sie, umarmten ihn und freuten sich unheimlich über ihn. Einer dieser Leute gab mir nur leider einen Kinnhaken und ich fiel zu Boden. Als ich aufwachte, war es später Abend, Bernd war verschwunden. stattdessen lief eine Kuh in der Gegend herum. Sie schaute mir in die Augen und dieser Blick schien mir irgendwie vertraut zu sein. Ein sehr schönes Tier. Also packte ich meine Axt aus, tötete es und schnitt mir mit dem Messer ein paar schöne Stücke Fleisch heraus.

Ein Lagerfeuer am Strand, leckeres, gegrilltes Fleisch und das Rockkonzert der Lieblingsband von Bernd - den Obijmy Doschtschu im Hintergrund machen diesen Abend zu etwas ganz Besonderem. Die Musik hört sich unglaublich gut an, das Wasser rauscht und Fische plätschern. Ich frage mich, ob ich mir irgendwie eine Angel bauen kann. Oh, mein Kopf bringt mich um... Ich denke, ich lege mich hin. dieses Mal keine Tanne, die Nacht wird klar werden. Nichts geht über einen guten Schlaf am Strand. Außerdem war das ein sehr eigenartiger und anstrengender Tag. Nur schade, dass Bernd nicht mehr hier ist. Er hätte diesen Abend sicher nie vergessen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SwonVIP« (31.01.2015, 14:03)