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21.05.2013, 15:44

DayZ Blog: Allein sein auf Raten #10 - Gebot des Stärkeren



Autor: Bastet


Jurij und ich sitzen nun schon eine Weile in dem kleinen, beklemmenden Raum, begleitet von einer unangenehmen Totenstille die zwischen uns herrscht. Gerade noch war er so redefreudig, doch nun scheint es so, als gäbe es nichts, was er mir sagen wollte. Als wüsste er nicht, was er nun, wo ich doch bei ihm bleibe, mit mir anfangen soll. Doch dann steht er auf, zückt einen Stift und kritzelt etwas Unleserliches auf den Block, welcher auf seinem kleinen Nachttisch liegt. Bei seiner kritzeligen Schrift, kann ich aus der Ferne nur wenig erkennen, jedoch sehe ich, dass er eine Liste erstellt. Sogar eine ziemlich lange Liste, denn er hört gar nicht mehr auf zu schreiben. Gerade wollte ich ihn fragen, was genau er dort macht, da steht er auf und geht in die Küche.

Was für ein Chaos diese Epidemie angerichtet hat, kann man sich gar nicht vorstellen. Es ist nicht nur das Chaos, was draußen auf den Straßen herrscht, sondern auch das, was in den Köpfen der Menschen auftritt in einer solchen Situation. Alle werden verrückt, ausnahmslos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch irgendeinen Menschen dort draußen gibt, der noch normal denkt oder handelt. Jeder kämpft um sein Überleben, es gilt das Gebot des Stärkeren und genau das, ist das Gebot, bei dem ich nicht mithalten kann. Was also soll ich am besten tun? Nun ja, ich denke, dass ich mich an die Stärkeren halten sollte. Warum noch an Andere denken, wenn Andere nicht an mich denken? Wenn man sich nicht selber wehren kann, dann sucht man sich jemanden, der es kann und schließt sich ihm an.

Jurij kommt mit einem Koffer und seinem kleinen Zettel bestückt wieder aus der Küche und hält mir beides vor mein Gesicht.

"Hier, nimm das, lies es dir durch und sag Bescheid, wenn du fertig bist. Wir müssen dich trainieren", sagt er und lächelt mich an. Beim ersten Blick auf den Zettel erkenne ich nach wie vor seine kritzelige Schrift nicht, doch mit etwas Geduld und genauem Hinsehen, kann ich schlussendlich doch entziffern, was er dort niedergeschrieben hat.

Regeln
  • Vertraue niemandem
  • Kämpfe für dich selbst
  • Falle nicht auf
  • Benutze leises Equipment
  • Pass auf die Untoten auf
  • Nimm immer genug zu Essen und zu Trinken mit
  • Habe immer genug Munition dabei
  • Ruhe an Orten, die außerhalb der Zivilisation liegen

Eine Regelliste? Nun ja, die meisten dieser Regeln, hatte ich mir schon vor zwei Tagen erarbeitet und das ohne Hilfe. Es braucht nicht lange bis Jurij den Koffer öffnet und mir ein Scharfschützengewehr vors Gesicht legt.

"Das, meine Liebe, ist eine VSS Vintorez. Ein schallgedämpftes Scharfschützengewehr. Ich überlasse sie dir, für die ersten Tage, die wir unterwegs sind, aber bitte pass gut darauf auf. Als erstes machen wir uns auf zum Nord-West Flugplatz. Alles Weitere besprechen wir da. Also pack dir Zeug ein, befolge die Regeln und dir dürfte nichts passieren", sagt Jurij zu mir. Ich bin ein wenig perplex im ersten Moment und weiß nicht so recht, warum er dorthin zurück will, aber er wird sicherlich wissen, was er tut. Ich nehme mir meinen Rucksack, packe mir 2 Feldflaschen an den Gürtel und nehme mir etwas zu Essen mit. Anschließend reicht Jurij mir eine Karte, einen Kompass und ein GPS und fährt fort:

"Das GPS war übrigens in deiner Tasche, habe es mir mal angesehen und es wieder repariert. Hat zwar noch funktioniert, aber nicht mehr so wie es soll."

"Dankeschön. Aber was genau haben wir denn eigentlich dort vor?"

"Nun ja, es gibt Tage, an denen fliegen noch Helikopter dort herum. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob sie Leute suchen, um sie mitzunehmen und hier aus dem Drecksloch rauszuholen oder ob sie einfach alles abschießen, was sich bewegt."

"Und du verlangst dabei von mir was?"

"Erst einmal, machen wir dort kleine Schießübungen, danach erkläre ich dir unser weiteres Vorgehen, okay?"

"Okay und was genau meinst du mit Schießübungen? Auf Menschen?"

"Um Himmels Willen nein, warte doch einfach ab."

Mir ist mulmig bei dem Gedanken, dass er Schießübungen machen möchte. Ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, wie und vor allem auf was er schießen möchte. Häuser? Bäume? Tiere? Wer weiß das schon. Am besten ich denke nicht darüber nach, sonst mache ich mich verrückt und verrückter, als ich es eh schon bin, sollte ich nicht werden.
Jurij stapft, in eine dicke Daunenjacke eingepackt und mit seinem Hund im Schlepptau, langsam aus dem Haus und schaut sich um. Er trägt keine Waffe bei sich, lediglich einen kleinen Rucksack und einen Kompass. Er winkt mich heraus und ich folge ihm. Dies ist die erste richtige Chance, die ich bekomme, mich hier umzusehen, jedoch unterschreitet die Umgebung hier meine Erwartungen im großen Ausmaß. Ich dachte er lebt in einem kleinen Dorf, doch hier ist weit und breit nichts anderes zu sehen als Wald. Ein kleines Gartenhäuschen, Holzstapel für den Kamin und ein kleiner Waldweg, welcher sich vor seinem Haus entzwei teilt sind die einzigen Dinge, welche man hier sehen kann. Es ist idyllisch hier, als wäre dies alles eins mit der Natur. Wir machen uns auf den Weg, laufen den kleinen Feldweg entlang und ertragen die Mittagssonne, welche erbarmungslos vom Wolkenfreien Himmel auf unsere Haut niederbrennt. Je länger wir laufen, desto schwerer wird es für mich. Mir ist heiß, ich schwitze und meine Beine machen nach den letzten Tagen auch nicht mehr so mit, wie sie es sollten. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte in der Vergangenheit mehr Sport getrieben. Jurij ist im Gegensatz zu mir wie ein Tier. Gezielt steuert er in die Richtung des Nord-West Flugplatzes. Immer noch dick eingepackt. Ich frage mich, warum er bei solchem Wetter eine Daunenjacke trägt, ihm muss unwahrscheinlich heiß sein. Er dreht sich zu mir und wartet einige Sekunden, bis ich nachkomme. Dann deutet er auf eine lange Mauer, welche man in der Ferne sieht und sagt:

"Dort müssen wir hin. Siehst du die Mauer? Folge ihr nach links, bis du einen kleinen Kontrollposten siehst. Dort sind deine Zielscheiben."

Ich folge mit meinem Blick, wie Jurij sagte, der langen Mauer nach links und erblicke ein paar Zombies. Das sollen meine Zielscheiben sein? Ich kann doch nicht auf etwas schießen, was einmal ein Mensch gewesen ist. Dieser eine Zombie an dem Kontrollturm oder Radioturm oder was auch immer genau es war, war die Ausnahme. Ich kann das nicht.

Jurij schnappt sich den Koffer, klappt diesen auf und bittet um meine Aufmerksamkeit. Kurz darauf zeigt er mir, wie genau man diese Waffe zusammenbaut und demonstrierte mir, mit einem ersten Schuss, wie leise diese Waffe ist. Dann baut er sie wieder auseinander und legt die Einzelteile in den Koffer zurück.

"Also los, jetzt bist du dran", sagt er zu mir und lächelt mich an. Ich schaue ihn etwas verdutzt an, werfe einen kurzen Blick auf den Koffer und knie mich hin. Einfach logisch denken, so viel falsch machen kann man dabei ja gar nicht. Nach einer kurzen Zeit habe ich die Waffe zusammengebaut und halte sie Jurij vor. Dieser heißt meine Arbeit gut und deutet auf die Zombies, welche um den kleinen Kontrollposten herum laufen. Dann setzt er eine ernste Miene auf und bittet mich darum, mich hinzulegen und die Untoten Biester ins Visier zu nehmen. Ich habe noch nie ein Scharfschützengewehr benutzt und brauche deswegen einen kurzen Moment, bis ich die in meinem Visier fangen kann. Jurij legt sich neben mich und holt eine Art Fernglas aus seiner Tasche, dann schaut er in die Richtung der Zombies und fragt:

"Was denkst du, wie viele Meter es sind?"

"Ich weiß nicht so recht. 200? 300? Keine Ahnung" entgegne ich ihm. Daraufhin beginnt er zu erklären.

"In deinem Scope siehst du eine Art Fadenkreuz richtig?"

"richtig."

"Gut, und unten links ist etwas, was aussieht wie ein Kurvendiagramm, richtig?"

"Auch richtig."

"Das Ding ist ein Entfernungsmesser. Damit kannst du sehen, wie weit ein Mensch oder in diesem Falle ein Zombie von dir entfernt ist. Die obere Kurve ist speziell für stehende Einheiten, die untere Kurve für hockende, in den meisten Fällen durch irgendetwas gedeckte Einheiten und der Strich darunter, ist der Strich, auf dem du die Füße platzieren sollst. Hast du verstanden oder soll ich es dir nochmal genauer erklären?"

"Ja, ich weiß was du meinst. 200 Meter sind es."

Jurij wirft einen Blick durch sein Fernglas und bestätigt mich. Daraufhin erklärt er weiter.

"Der Pfeil ganz oben, der der etwas größer ist als die anderen und der kleine darunter sind nun wichtig für uns. Der große Pfeil ist auf Spitze alles, was sich auf und unter 100 Metern befindet. Der kleine darunter, ist für Ziele von 100-200 Meter. Die Waffe ist im Endeffekt nur für sehr geringe Entfernungen geeignet, da sie bei größeren Distanzen verzieht. Also, wir haben festgestellt, die Zombies befinden sich auf 200 Metern Entfernung, Pi mal Daumen, mit welchen Pfeil schießt du nun auf deren Köpfe?"

Ich lege an, konzentriere mich und gebe einen ersten Schuss ab, welcher allerdings nicht das Ziel trifft, sondern den Boden daneben. Die Untoten lässt das alles recht kalt, sie bleiben stehen und schauen mit einem leeren, verwirrten Blick um sich. Ich versuche es erneut, lege an und schieße und auch jetzt geht mein Schuss daneben. Irgendetwas mache ich falsch aber was? Ich werfe Jurij einen kurzen Blick zu, doch der zeigt nur auf das Ziel und bittet mich, erneut zu schießen. Ich versuche es nochmal und nochmal und nochmal, doch immer und immer wieder gehen die Schüsse daneben. Als ich erneut einen Schuss abgeben will, legt Jurij seine Hand auf die Waffe und drückt sie ein Stück herunter. Er deutet auf einen Busch, der nur wenige Meter vor uns steht und flüstert mir zu:

"Siehst du unten links, neben den Ästen des Busches den Schuh? Wir haben Besuch."

Kurz darauf geht er in die Hocke, schleicht nach vorne und hält seine Pistole in den Busch. Dann steht ein junger Mann völlig verängstigt mit ihm zusammen auf und kommt zu uns herüber. Die Pistole an den Kopf gelegt fordert er den Fremden dazu auf, seine Waffe niederzulegen, was der Fremde unmittelbar macht und bittet darum, sein Leben zu verschonen. Jurij stößt die Waffe mit seinem Fuß weg und wirft mir einen ernsten, boshaften Blick zu. Um Himmels Willen, er wird ihn doch nicht...

"Jurij, nein!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SwonVIP« (31.01.2015, 13:33)


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Alter Mann, Bubbti Z, Spikey

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21.05.2013, 16:05

Dann kommt der böse Piranja drückt dir die DMR an die Birne damit du endlich mal den Eintrag auf die Hauptwebsite schreibst und schießt dir in den Rücken gibt dir wieder ein Bloodpack und tut dies bis er wieder +2600Humanity bekommt Herostyle weil er es kann. :whistling:

-=Glitchmob=- || Editor of #14/tcf Wasteland Glitchmob edit

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Glitchmob-Piranja13« (21.05.2013, 16:23)



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21.05.2013, 19:01

auf die hauptwebsite? =O


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21.05.2013, 19:11

Insider wegen #14 der cheffee pennt

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