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Pellegrims24

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15.01.2013, 21:08

The War Z im Test bei Gamestar

The War Z im Test

Apokalyptisch mies

Hacker-Angriffe, Steam-Skandal, fingierte Screenshots: The War Z sorgt immer wieder für Schlagzeilen – und keine davon gut. Im Test stellen wir fest: Nicht nur die Schlagzeilen sind schlecht.

http://www.gamestar.de/videos/tests,17/the-war-z,68712.html
Test-Video zu The War Z



Gäbe es im Lexikon einen Eintrag für »Marketing-GAU«, er wäre mit einem Screenshot von The War Z bebildert. Entwickler Hammerpoint Interactive hat in den vergangenen Monaten auch wirklich keinen Fettnapf ausgelassen: fingierte Screenshots, zweifelhafte Account-Sperren, falsche Werbung bei Steam, die dazu führte, dass Valve das Zombie-MMO von der Online-Plattform schmiss … so konsequent hat sich noch kein Studio den eigenen Ruf ruiniert.

Aber wie heißt es doch so schön: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. 15 US-Dollar will Hammerpoint nämlich für die billigste Download-Variante von The War Z haben. Wir finden: Das sind ziemlich genau 15 US-Dollar zu viel. Denn hinter dem ganzen Buhei, den Kontroversen und den Skandälchen, steckt letztlich doch bloß ein unfertiges, verbuggtes und sterbenslangweiliges Spiel.


Das Grundgerüst

Fangen wir von vorne an: The War Z ist ein Zombie-MMO. Von den Spielermassen, die sich etwa in Guild Wars 2 , World of Warcraft oder Planetside 2 gleichzeitig auf einem Server tummeln, ist The War Z aber weit entfernt. Derzeit liegt die maximale Bevölkerung bei 100 Spielern pro Server. Voll sind zumindest die europäischen Server selten, meist bewegen wir uns mit etwa 50-70 Mitspielern durch die Spielwelt.

The War Z
Besonders in Städten gleicht der Spielablauf von The War Z eher einem Multiplayer-Shooter als einem Zombie-MMO.

Davor erstellen wir uns in einem sehr funktionsarmen Editor unseren Charakter. Wir dürfen dabei gerade mal den Namen und das Grundmodell auswählen, und dann aus je vier unterschiedlichen Köpfen, Oberteilen und Hosen wählen. Anschließend starten wir völlig auf uns allein gestellt irgendwo in der Wildnis und haben nur sehr wenig Ausrüstung in unserem Inventar: etwas Nahrung, eine Taschenlampe sowie Bandagen. Das sichert uns zumindest für eine kurze Zeit das Überleben. Gerade die Nahrung brauchen wir, um nicht nach kurzer Zeit zu verhungern.

Die »Safe Zones« sollen irgendwann mal bevölkert werden. Momentan herrscht hier noch tote Hose, aber immerhin sind wir zumindest für den Moment sicher. Waffen sind hier nämlich gesperrt. Die Taschenlampe ist nicht nur bei Nacht hilfreich, sie dient auch als Waffe gegen einzelne Zombies. Gegen Gegnergruppen hingegen sehen wir mit unserem Starterpaket kein Licht. Nach einigen neu erstellten Charakteren beginnen wir übrigens komplett ohne jegliche Ausrüstung, was extrem frustrierend ist.

Und so schleichen wir uns anfangs durch die offene Welt von The War Z, um auch ja keine Zombies anzulocken. In Städten und Militärposten suchen wir nach besserer Ausrüstung: Verpflegung, Medizin und natürlich Schusswaffen sowie Munition. Unser Ziel: Überleben – um jeden Preis. Als Anfänger ist das allerdings nicht ganz einfach, denn die Server quellen förmlich über von hochgerüsteten Spielern und -- noch schlimmer-- Hackern, die sich einen Spaß daraus machen, alles abzuschießen, was ihnen vor die Flinte läuft. The War Z fühlt sich deshalb eher wie ein großes Deathmatch an – und nicht wie ein Zombie-Survival-Spiel.

Da ist der Wurm drin

Der erste Waffenfund sorgt für einen echten Adrenalinschub. Selbst wenn es nur so eine lahme Einzelschusswaffe ist. Grundsätzlich ist am Spielprinzip natürlich nichts auszusetzen -- dass es funktioniert, beweist der durchschlagende Erfolg der ARMA 2-Mod DayZ . War Z klingt zwar ähnlich, erreicht aber nicht ansatzweise die Klasse des Vorbilds. Sicher, wenn wir uns in der Abenddämmerung in ein zombieverseuchtes Dörfchen schleichen, deutlich bessere Ausrüstung finden und anschließend die Flucht schaffen, dann macht das durchaus Spaß.

Das Spiel plagen jedoch zu viele Probleme: So ist die Spielwelt zwar theoretisch völlig offen, vermittelt praktisch aber trotzdem ein sehr schlauchiges Gefühl. Wir stoßen alle Naselang auf unüberwindbare Felsen, und schwimmen können wir auch nicht. Stattdessen laufen wir an Seen oder sonstigen Gewässern kurzerhand gegen eine unsichtbare Wand.Frei unsere eigene Route wählen? Dürfen wir nur bedingt. Eine der größten Stärken von DayZ, die absolut glaubwürdige Spielwelt »Chernarus«, fehlt The War Z also. Zumal Chernarus um einiges größer ist als die »Colorado« getaufte Karte von War Z.

Kleines Beispiel gefällig? Bitte: Nahezu sämtliche Häuser in Colorado sind leer. Und damit meinen wir nicht (nur) leer im Sinne von »dort finden wir keine Ausrüstung«. Wir meinen leer: keine Möbel, keine Küchenzeilen, keine Badezimmer, keine Atmosphäre.

»Leere Häuser« ist zum Großteil wörtlich zu nehmen. Manchmal steht eine Flasche Wasser in der Ecke. Und dann sind da noch die schon erwähnten Hacker, die an uns vorbeifliegen oder uns mit einem Schuss aus dreihundert Metern Entfernung erledigen. Nach dem x-ten Tod hatten wir keine Lust mehr, uns nochmal einen neuen Charakter zu erstellen. Dabei gibt’s theoretisch ein Anti-Cheat-System. Das heißt passenderweise »FairFight«. Wir sagen »theoretisch«, weil sich Berichte über gesperrte Accounts häufen, deren Besitzer nie gecheatet haben – und es gleichzeitig Spieler gibt, die offen zugeben, dass sie cheaten, und trotzdem noch aktiv sind. Kurz: »Fair Fight« ist ungefähr so fair wie ein Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und der Biene Maja.
Dumme Fehler, dumme Zombies

Abgesehen von diesen gravierenden Problemen, bekommen wir es in The War Z auch mit einer ganzen Reihe von kleinen Fehlern zu tun; die wären für sich alleine genommen zwar unfreiwillig komisch, nerven ihrer Gesamtheit aber irgendwann kolossal. In der Weltgeschichte herumschwebende Hüte sind beim ersten oder zweiten Anblick noch eine witzige Kuriosität -- nach dem zwanzigsten Schwebehut schmälert der dumme Fehler aber spürbar die Atmosphäre. Einmal schwebte sogar ein frisch gespawnter Spieler vor uns in der Luft. Einen Hut hatte er nicht auf.

Sehr ungewöhnlich verhält sich auch unsere Taschenlampe. Die ist bei Nacht durchaus nützlich, auch wenn wir damit natürlich schneller von anderen Spielern entdeckt werden. Richtig funktionieren tut das Ding aber nur, wenn wir aufrecht gehen. Hocken wir uns hin, dann schwenkt der Lichtgekel plötzlich nach rechts und leuchtet in die Pampa. Laufen wir also gebückt auf eine Tür zu, dann illuminiert die Funzel nicht den Türgriff, sondern die Wand rechts daneben. Da können wir sie uns auch gleich sparen.
Und schließlich verhalten sich die Zombies in War Z selbst für … nun ja … Zombies sehr beschränkt. Autos zum Beispiel können sie ausschließlich über die Motorhaube erklettern. Stehen wir auf dem Dach und beobachten, wie sich die Zombies im Gänsemarsch einen Weg auf das Wrack bahnen, dann sieht das ziemlich dämlich aus.

Mit einem kleinen Mäuerchen haben die Biester übrigens ähnliche Probleme. Während wir locker von einer Seite auf die andere springen, nimmt die Zombie-Meute einen Umweg über Feuerland-Mitte und rennt einmal um die komplette Mauer herum. Das sieht zum Schießen aus, da könnten wir stundenlang zugucken.

Die Technik: Unteres Mittelmaß

Grafisch bewegt sich The War Z im unteren Mittelfeld. Es hat sicherlich seine hübschen Momente -- etwa, wenn in der Abenddämmerung das Licht über einem malerischen See langsam verblasst oder die Sonne hinter den Baumwipfeln verschwindet. Und die stellenweise sehr dichte Bodenvegetation macht optisch auch was her.
Meist fallen unsere Blicke aber auf matschige Texturen, detailarme 3D-Modelle und hakelige Animationen, die noch dazu aus dem vom gleichen Team entwickelten War Inc. Battlezone stammen. Masken, Hüte, Waffen, Waffenaufsätze, besondere Ausrüstung wie Nachtsichtgeräte – all das wurde in weiten Teilen aus dem Multiplayer-Shooter übernommen. Und als ob das noch nicht genug wäre, fühlen sich die Schießprügel auch nicht wirklich unterschiedlich an.

Dazu kommen erneut kleine, aber völlig unnötige Bugs. Über die lächerliche Kriech-Animation betten wir lieber den Mantel des Schweigens, auch wenn das Ganze eher aussieht als würden wir trockenschwimmen. Dass wir beim Kriechen allerdings nicht mal den Boden berühren, das müssen wir dann doch erwähnen. Während wir also auf dem Boden rumliegen (beziehungsweise ein paar Zentimeter darüber rumschweben) fällt uns auf, dass es sich bei den Zombies genauso verhält -- die hängen ebenfalls in der Luft.
Lichtblick: Obwohl die Waffensounds insgesamt eher durchschnittlich klingen, sind den Entwicklern die Schussgeräusche in der Ferne sehr gut gelungen. Wenn wir uns einem Dorf nähern, in dem sich gerade ein Spieler gegen Zombies wehrt oder eine Schießerei zwischen zwei Überlebenden stattfindet, dann klingt das tatsächlich als wären die Schützen weit entfernt. Das trägt durchaus zur Atmosphäre bei.

Die eigentlich stimmungsvoll gedachten Umgebungsgeräusche, also Laute wie ein langsames Heulen aus unbekannter Quelle, die hin und wieder auftreten, nerven hingegen sehr schnell. Erstens, weil sie an völlig unpassenden Stellen auftreten. Und zweitens, weil sie so laut und so penetrant sind, dass sie uns prompt aus der Spielwelt reißen – und eben nicht für eine dichtere Atmosphäre sorgen. Ähnlich verhält sich das mit dem Grunzen der Zombies, denn das wiederholt sich ständig. Ob das eingeschränkte Zombie-Vokabular nun realistisch ist oder nicht, das sei mal dahingestellt. Aber wenn jeder zweite Hirnfresser im Duett grunzt, dann geht uns das in Windeseile auf den Zeiger.

Pay2Win trotz Grundpreis

Sehr dreist: Obwohl War Z in der billigsten Version schon 15 Dollar kostet, existiert ein Ingame-Shop, in dem wir Munition, Nahrung, Nahkampfwaffen oder größere Rucksäcke gegen Echtgeld erstehen können. Willkommen zu Pay2Win, denn diese Gegenstände bieten einen echten und nachhaltigen Vorteil..

Die angesprochenen Probleme hat natürlich auch die Spieler-Community mitbekommen. Darum entstehen im offiziellen War-Z-Forum herrliche Diskussionen zwischen beinharten Fans und Kritikern des Spiels, Forenmoderatoren und Hammerpoint-Offizielle mischen auch kräftig mit. Wir haben uns während des Tests mehr als einmal dabei erwischt, lieber im Forum zu stöbern als das eigentliche Spiel zu spielen -- die »Flamewars« machen einfach mehr Spaß. Noch mehr Spaß allerdings haben wir, wenn wir um dieses Zombie-MMO einen ganz weiten Bogen schlagen.

Fazit der Redaktion
Malte Witt: Hach, War Z. Ich habe mich ziemlich gefreut, als ich einen Preview-Artikel zur Alpha-Version schreiben sollte. Schließlich dachte ich anfangs, dass sich hier echte DayZ-Konkurrenz anbahnt. Damals habe ich im Fazit noch was vom Potenzial erzählt, das in The War Z schlummert. Aufgewacht ist es seitdem nicht, im Gegenteil: Inzwischen glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr daran, dass Hammerpoint die Kurve kriegt.

Dafür plagen The War Z einfach zu viele Fehler, dafür wirken die Entwickler zu unprofessionell, dafür beobachte ich die Entwicklung des Spiels nun schon zu lange – ohne Besserung zu erkennen. Wer vom Spielprinzip begeistert ist, der sollte auf die Standalone-Version von DayZ warten. Die von Hackern verseuchte, hässliche, schlauchartige und leere Welt von The War Z kann ich jedenfalls keinem empfehlen.


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2

16.01.2013, 02:25

Ich habe schon gut gelacht bei der Bezeichnung des Tests: "Apokalyptisch mies". :D

Also das Spiel ist einfach eine Todgeburt!

Mess with the best and die like the rest


nista

VIP Ehrengast

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3

16.01.2013, 03:00

Das Video ist klasse.. vielen Dank!

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4

16.01.2013, 18:26

Die Geräusche des Zombies, wenn man auf den einhaut
Eöy Eöy Uhh Uhh Eöy Eöy Uhh Eöy Eöy... usw. ^^

Ich hoffe die Macher von der Standalone lernen aus diesen großen Fehlern und lassen das Spiel nicht zu einem MMO Deathmatch verkommen :)

Freut mich, dass diese Nachmache so ein Griff ins Klo ist

Thx für den Link des testes

Der TwD-Squad <---- Klicke hier ^^

SwonVIP

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16.01.2013, 19:49


Wenn sich hier schon alle schön über TheWarZ aufregen... Nachdem Video sollte man sich fragen? Ist das ein DayZ-Klon?
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pummeluff

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6

16.01.2013, 20:42

ich wurde selber grundlos gebannt Oo

und als ich nach frage warum ich gebannt wurde habe ich keine aussage bekommen nur das es nicht rückgängig gemacht wird lol

macht mir ehrlich gesagt mehr spass als day z aber nur weil es in bestimmten gebieten immer pvp gemacht wird und bei day z musste ewig suchen ...

aber zum thema war z die bannen grundlosleute nur damit die wieder ein neuen account kaufen ... sorry dann warte ich loeber auf standallone :) hoffe dort ist die steuerung nicht so verkackt :D

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Hunk

Sightseeing König

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7

16.01.2013, 21:13

@ SwonVIP das video ist der brüller...loool.

Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier Tiere
Und ich sah und siehe, ein fahles Pferd
Und sein Name, der auf ihm saß war der Tod
Und die Hölle folgte ihm nach.

Johnny Cash

8

17.01.2013, 17:29

DAT Video! xDDDDDDDDDD Sehr sehr gut, hat richtig Spaß gemacht! :D

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